PhiloBlog
Von
Norman Liebold
geschrieben am:
12.08.2008
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Einem so genannter „Kulturschaffenden“ ist es in mancherlei Hinsicht gegeben, einen etwas anderen Blick auf die Welt zu haben, ja, es gibt sogar Stimmen, die dies geradezu als notwendige Voraussetzung berechtigten Künstlerseins fordern. Wie es sich damit verhält, ist gewiss ein eigenes Thema – ein unbestritten anderer Blickwinkel ist aber der, dass man häufiger als andere in die Verlegenheit kommt, sich von den Medien ins Auge genommen und dargestellt zu sehen.
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Von
Norman Liebold
geschrieben am:
10.07.2008
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Kornelimünster, 09.07. [GeBu 08.0123v-30r]
Erschienen in der Neuen Rheinischen Zeitung am 17.07.2008 als Auftakt von Liebolds Glosse. Zur Online-Version.
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- Bekanntlich wird vieles erst durch die Gegenüberstellung des Gegensatzes erst richtig deutlich, ja, gelangt erst zu tatsächlichem Bewusstsein. Oft genug ist es auch einfach lang gewusstes, das auf diese Weise schlicht noch einmal bestätigt wird. Wie dem auch sei – einem schon ans unfreiwillig komische reichenden Sonderfall dieser Art fand ich in der Ausstellung „Kunst aus NRW“, die seit 50 Jahren in der ehemaligen Reichsabtei zu Kornelimünster zu… nun, betrachten ist. Wobei nicht unbedingt von einem echten „Gegensatz” gesprochen werden kann, wenn schlechte Kunst auf schlechte Kunst stößt.
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Von
Norman Liebold
geschrieben am:
28.05.2008
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Samstag ist ersteinmal die letzte Vorstellung bis zum 21. Juno gelaufen (Artikel, Photos). Wohlweislich habe ich bis zur Sommersonnenwende drei Wöchelchen Platz gelassen und keine neuen Vorstellungen angesetzt – ich kenne mich zu gut, was Dinge wie “Urlaub” angeht, als daß etwas anderes denkbar wäre als eine Radikalkur, deren Ziel nicht nur die Umsetzung des erwähnten Konzeptes “Urlaub” für drei Wochen ist, um eine Zäsur zu setzen, sondern auch, um gewisse Umgewöhnungslektionen zu festigen, die im Moment ganz gut anlaufen. Tatsächlich habe ich zwar gestern und heute am Rechner gesessen und an den Webseiten gearbeitet, aber in den vorhergehenden 10 Tagen war der Rechner weitestgehend aus, auf zwei kleineren Reisen hatte ich ihn sogar zuhause gelassen und einige sehr interessante Phänomene beobachten können. Zum Beispiel, daß ich zwar in Hessen die Kamera zückte, nichtsdestotrotz aber plötzlich wieder das Verlangen spürte, auch die Zeichenfeder zu zücken.
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Von
Norman Liebold
geschrieben am:
12.01.2008
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Mein Ex-Compagnon Jens Finkhäuser, der über fünf Jahre in unser Verlagshexenhäuschen involviert war, und mit dem ich mindestens die dreimal so lange Zeit immer wieder solcherart Thematiken beleuchte, diskutiere und wiederkäuend durchgehe, schrieb heute einen Beitrag “Copyright” darüber. Statt diesen vor Ort zu kommentieren, will ich einmal das “Pingen” ausprobieren und an dieser Stelle antworten.
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Von
Norman Liebold
geschrieben am:
08.12.2007
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Ich gehöre in der Tat zu der Art von Menschen, die mit der seltsamen Annahme durch die Welt schleichen, daß es soetwas wie einen Zaunpfahl-Gott gibt. Ich möchte mich nicht darüber auslassen, welche Gestalt er haben mag, ob Ziegenbock oder weißbärtiger Weihnachtsmann, ob gehörnter Dyonisos oder hellgeistiger Apollon, ob tentakelschleimendes Urzeitmonster oder verspieltes Kind. Mit einiger Wahrscheinlichkeit ist es auch schlichtweg eine Sinn-Projektion, wenn wir etwas erleben, an dessen gewissermaßen beispielhaftem Exempel wir eine Verdeutlichung erfahren. In dem Sinne nämlich, daß der Phantasiebegabte dann einen Hintergrund voller Sinnhaftigkeit erschafft, der uns als schicksalshaft, gewollt und absichtlich gezeigt erscheinen läßt, was entweder dummer Zufall oder unterbewußte Verknüpfung in uns selbst ist.
Wie Stromausfälle.
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Von
Norman Liebold
geschrieben am:
24.06.2007
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Jens und ich stellten in einem Gespräch letztens fest, daß er effektiv etwas Ähnliches Papier gegenüber erlebt wie ich dem Rechnerbildschirm gegenüber: Er empfindet Papier als aufdringlich fordernd, als danach hechelnd, gefüllt zu werden – eine Sache, die ein unangenehm nervöses Gefühl erzeugt. Nun arbeitet Jens als Programmierer natürlich ständig am Computer, während der Geschichtenspinner, wenn er seinen Texte nicht gerade editiert, im Idealfall unterwegs ist, recherchiert oder seinen Gedanken spazierend auf die Beine hilft oder den Blick mit phantasievoller Leere über seinen Steinbruchseewasserspiegel wandern läßt. Eine Sache, die ein Jackettaschengroßes Notizbuch gerne mitmacht, ein Laptop aber weniger, und hätte er noch so lange Akkulaufzeit.
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Von
Norman Liebold
geschrieben am:
13.06.2007
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Irgend ein Gartenzwerg hier hinter den Sieben Bergen (rheinseitig gesehen) hat wohl beim Erstellen irgendeines An- oder Verbaus einen Nagel zu weit in den Arsch Mutter Gayas getrieben. Jedenfalls scheint es, wenn sie feucht wird, die Mutter Gaya, einen Kurzen zu geben, was ohne Vorwarnung seit gestern abend mehr oder minder lange Momente ohne Strom evoziert.
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Von
Norman Liebold
geschrieben am:
13.06.2007
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Ich kann mich gut einer Zeit erinnern, in der ich mit meinen Freunden, so sie weit entfernt lebten brieflich verkehrte. Das lief in etwa so ab: Ich schrieb einen Brief, zumeist ein Dutzend Seiten oder länger fassend. Dafür nahm ich mir an einem Abend ein paar Stündchen Zeit, machte mir einen Tee, stopfte mir ein Pfeifchen, das ich damals noch rauchte. Oder trank ein Gläschen Rotwein. Ich kann mich an eine sehr entspannte Atmosphäre erinnern dabei, ja, ich machte es ausgesprochen gerne. Es blieb zumeist nicht beim einfachen Füllen des Papiers mit Buchstaben und Worten, ich verzierte den Brief mit der einen oder anderen Zeichnung, und der Umschlag desselben verstand ich geradezu als Herausforderung, was die Bemalung und Verzierung anging.
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Von
Norman Liebold
geschrieben am:
05.06.2007
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Seit einiger Zeit (in der Tat ja, genau, seit dieser Zeit) ist es mir angelegentlich, ein Phänomen zwischenmenschlicher Art zu umreißen und, wenn möglich, zu definieren. Als Arbeitsterminologie möchte ich den Begriff „Gemeiner Nörgler“ einführen. Wobei „gemein“ nicht in pejorativem Sinne, sondern in der eigentlichen Bedeutung (ahdt. gimeini) von „normal, gewöhnlich, typisch“ gebraucht ist. Wobei natürlich – :-D – der pejorative Sinn gerne mitschwingen darf, denn trotzdem ich natürlich ganz unvoreingenommen an die Begriffssuche herangehen möchte, finde ich Gemeine Nörgler das Letzte überhaupt.
Der Sinn einer solchen Definition soll schließlich zum Zwecke haben, den Gemeinen Nörgler möglichst schnell identifizieren und dann neutralisieren zu können.
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Von
Norman Liebold
geschrieben am:
04.06.2007
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Jens beschrieb in seinem Post Unraveling the Gordian Knot eine tiefgreifende Erfahrung, die ich während der Niederschrift meiner Magisterarbeit erlebte.
In Bezug auf die Gedanken, die ich im Moment wälze, möchte ich darauf an dieser Stelle nocheinmal gesondert eingegen.
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