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DAS LIEBLOG

Weblog des Schriftstellers, Künstlers und Performing Artists Norman Liebold

Oktober, 2006

tagesschau | ich zieh’ nach schweden!

Von Norman Liebold geschrieben am: 16.10.2006 unter Nähkästchen

[leipzig] in der tat habe ich 1998 zu aachen meinen fernseher mit einem vorschlaghammer zertrümmert. als bühnen-performance inszeniert war es dennoch ausdruck tiefster überzeugung – seitdem sehe ich lediglich fern, wenn es durch einen besuch bei jemandem gegeben ist, der sich noch durch den brei aus der antenne berieseln läßt.
wie heute.
ich habe ferngesehen. tagesschau. gerade eben.
wahrlich: es war eine erleuchtung und jetzt bin ich der definitiven meinung, daß es sinnvoll ist, nach schweden zu ziehen:

nach dem börsenbericht, der verkündete, daß in deutschland die firmen ihren gewinn um durchschnittlich 30% haben steigern können (die managment-gehälter um 125%) kam ein beitrag über die arbeitslosigkeit und die 8% der deutschen, die unterhalb der armutsgrenze leben.
100 tote bei attentat und andere freudige botschaften, dann: der israelische präsident vergewaltigt seine sekräterinnen – und tritt nicht zurück. wobei man irgendwie sofort an diverseste veruntreuungs-geschichten der letzten zeit denkt wie, z.b., des bürgermeisters von dresden. ein paar milliönchen halt… (na, und so lustiges wie 3 milliarden überschuss bei den krankenkassen und zugleich weitere einschränkungen bei den kassenleistungen… )

dann – direkt folgend – ein bericht aus schweden.
die ministerin tritt zurück.
warum?
sie hat keine fernsehgebühren bezahlt und zeitweise eine putzkraft schwarz beschäftigt…

man könnte in der tat – wenn man denn einmal tatsächlich den fernseher näher beschaut, anstatt im netz die nachrichten zu lesen – auf die idee kommen: es wäre keine schlechte idee, nach schweden zu gehen, net war? viel wald, viel wasser und… mh, eine andere einstellung zur… ehrlichkeit? nur so in bezug auf pusteblumen und flüsse mit knicken drinnen…

an der mangelnden objektivität und der geradezu polemischen art, diesen kleinen gedanken zu formulieren, zeigt sich wohl der einfluß der tele-vision.



[Norman Liebold, 16.10.2006
Nähkästchen
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früher war alles besser

Von Norman Liebold geschrieben am: 14.10.2006 unter ZitateWut

“bei uns gab’s so was wie aufklärung nich’. ich hab meine mutter gefragt, wie die babies in den bauch kommen.
sie hat gesagt: ‘das wirst’e schon sehe’, wenn’s soweit is’ und ich hatte eine gefangen.”1

  1. meine großtante über die guten alten zeiten []


[Norman Liebold, 14.10.2006
ZitateWut
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wurzeln los | von der sucht des woher

Von Norman Liebold geschrieben am: 13.10.2006 unter Nähkästchen

hühnchen auf dem bauernhof der anverwandten


[grossrudestedt] es ist, glaube ich, nicht so sehr von bedeutung herauszufinden, wohin man der meinung einiger menschen nach wohl gehöre.
es ist von wesentlich grundsätzlicher bedeutung herauszufinden, wohin man gehören will.
in mir ist ein mehr als leiser zweifel an jenem alles andere als leisen gefühl entstanden, das einen gewissen neid denjenigen menschen gegenüber zu entwickeln bereit war, die ganz genau zu wissen scheinen, wohin sie gehören.
irgendwie zeitigt sich häufig ein schlichter mangel entweder an alternativen oder an phantasie – bzw. es zeigt sich in der tat der umstand, daß in dem selben dorf, wo man aus dem mutterleib ans licht gezogen wurde, auch das komplette leben stattfand, stattfindet und aller wahrscheinlichkeit nach auch zuende gehen wird.

ich war heute in der stadt, in der sowohl mein vater als auch meine mutter das licht der welt erblickten – wobei ihnen dieselbe hebamme (!) geholfen hat. ich stand vor dem haus, in dem meine beiden geschwister (ebenfalls bei der selben hebamme) geboren worden sind. und auch dasjenige haus, indem meine großeltern lebten und das – wären nicht äußerst verkorkste familien-horror-geschichten abgelaufen – wohl auch das haus meiner familie geworden wäre, habe ich mir angeschaut.
man könnte sagen, daß ich einige male über die verstaubten weichen gestolpert bin, die irgendwann aus einem zufall heraus mal in eine andere richtung gehüpft sind. auf die man hinunterschaut, sich die platte kratzt und sich bewußt wird: wäre hier nicht was gehopst, wären meine eltern hier geblieben, hätten in diesem haus da gewohnt, meine familie wäre nicht als wandervögel mit den dienststellen meines vaters umhergezogen, ich wäre in dieser, nun, kleinstadt aufgewachsen, hätte enge familiäre bindungen gehabt und meine jugend wohl in einer garage verbracht, wo bilder von getunten opels an den wänden hängen. unter umständen wäre mein auto, tiefergelegt mit dickem, dunkel-lautem auspuff mein ein und alles gewesen – und in dem haus, in dem ich bei meinen eltern wohnte, würde sich womöglich ebenfalls nicht ein verdammtes buch finden. ebenso wie eine ganze reihe von überaus, ähm, denkwürdig einfältigen anschauungen, die rundweg mit einem “früher = besser” ausdrückbar wären und “hier = gut, fremd = schlecht”.

möglicherweise ist auch dies letzthin eine schlichte interpretationsfrage: “entwurzelung” ist aus einem anderen blickwinkel schlichtweg “freiheit”. das ist ebenso möglicherweise engstens verwandt mit einem ganz ähnlichen phänomen, was die festigkeit des welt- und des selbstbildes angeht…

KOMMENTARE

M* (13.10.06 15:01)
Ich wünsche Dir lange, lange Wurzeln und die Fähigkeit sie zu pflanzen, wo sie reichlich Nahrung finden ;-)

norman (15.10.06 15:57)
ich danke dir herzlich, und so, wie es im moment riecht, wird ein teil meiner wurzelknollen mit rheinen wassern getränkt werden…



[Norman Liebold, 13.10.2006
Nähkästchen
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mal neuhochdeutsch, wenngleich immernoch iwein-bezüglich und auch pusteblumerianisch

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.10.2006 unter ZitateWut

[grossrudestedt] ich stieß gerade in der literatur zu hartmanns îwein auf einen überaus schönen kommentar zu selbigem:

“Um einen Rat anzunehmen, bedarf es der Überzeugung, daß der Ratgeber aufrichtig und dem Beratenden zugetan ist; daß er die Wahrheit sagt, und daß er zum Vorteil des Beratenen spricht, weil er eine bessere Einsicht in die Sachlage hat und die notwendigen Schlußfolgerungen für die Zukunft daraus ziehen kann.
[...]
Wenn der Rat das Leben des Beratenen ungünstig beeinflußt, so können die Gründe für den Mißerfolg entweder unzureichende Kenntnisse oder mangelnde Wahrhaftigkeit oder Interesselosigkeit des Ratgebers sein.”1

  1. Zutt, Herta: König Artus, Iwein, der Löwe. Die Bedeutung des gesprochenen Wortes in Hartmanns “Iwein”, Tübingen 1979, S. 45f. []


[Norman Liebold, 12.10.2006
ZitateWut
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MetaBlog

Von Norman Liebold geschrieben am: 12.10.2006 unter Nähkästchen

[grossrudestedt] “naja, ich glaube pc ist das nicht, aber ich hoffen daß fremde das nicht verstehen und bekannte damit umzugehen wissen, besonders die Überschriebenen :-)” schrieb mSternchenSlashNamenSagIchNicht mir heute auf meine anfrage, ob diverse gebloggte inhalte in ihrer ausformulierung, nun, angemessen codiert seien.

immerhin zeigen die wilden vermutungen bezüglich des im letzten eintrag gezeigten photos, das in den fünfzigern aufgenommen wurde und, würde es sich hierbei um momo alias wuschelkopf handeln, inzestiziöse phantasien nahelegte* -, daß die codierung ganz effektiv ist. immerhin ist mSternchenSlashNamenSagIchNicht einer der normankenner und momo kann rein praktisch nichts mit ludovika zu tun haben, und an vampyre glaube ich seit dem volkswagen nicht mehr, und das ist sechs jahre her.

da mir erwähnte ludovika per mail von einem gescheiterten versuch, den blog zu kommentieren berichtete und erklärte, daß sie “alles, was [sie] zu sagen hätte, nicht so schreiben kann, dass [ich] es versteh[e] und es andere trotzdem unterhält” und anfügte, daß das ergebnis zwangsläufig “kryptisches Insiderkauderwelsch” wäre, möchte ich doch ganz m e t a bloggsch die frage stellen, ob dieser mein blog hier nun kryptisch genug ist, um noch pc zu sein für einen a-anonymen blog und unkryprisch genug, um interessant bzw. unterhaltsam zu sein.

es ist in der tat schwierig, die gradwanderung zu schaffen – ohne hier belanglos, da zu intim zu werden.


* es handelt sich bei dem bild um meine mutter, auf deren jugendbildnis ich im album meiner großtante stieß, und das mich frappierte, weil es eine ganz erstaunliche ähnlichkeit mit momo wuschelkopf aufwies.



[Norman Liebold, 12.10.2006
Nähkästchen
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an jenser, susännsche und momo

Von Norman Liebold geschrieben am: 11.10.2006 unter Nähkästchen

no komment
[grossrudestedt] wie obig überschriftentechnisch zu bemerken, ist dieser eintrag an spezielle menschen gerichtet, die wissen, was ich meine. ganz speziell an jenser, was ‘wuschelkopf’ angeht. indirekt grinsenderweise an susännsche von wegen der kleinen welt. ganz in-indirekt an momo alias c* mit dem nachnamen, der klingt, als ritten vandalen über die mongolische steppe, wobei es in wirklichkeit griechenland ist.
der jenser wünschte sich denn doch eine beschreibung dessen zu haben, weshalb er immerhin eine ganze zeitlang aschenbechervollkotzend (und glücklicherweise nunmehr grünteetassenvollsabbernd) enervierend belästigt wurde, und was doch recht lange mangels besserer kenntnis den semiontischen stellvertreter ‘wuschelkopf’ erhielt. das susännchen ist wohl dafür verantwortlich, daß dieser grad der überraschung angesichts des linkseitig zu bewundernden bildes erreicht wurde. beide wissen wahrscheinlich jetzt ganz genau, von was ich spreche. letztere erkennt wahrscheinlich sogar die frappierende analogie. momobezüglich sage ich da gar nichts, hoffe aber, daß das examen am großen (mhdt. “michel”) ende ist.

was das ganze sollte? schwer zu sagen. kurios nur die genetischen verquickungen, was dergleichen eigenartige herzattacken angeht… wäre wahrscheinlich was für die bonner humangenetiker.



[Norman Liebold, 11.10.2006
Nähkästchen
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straßenbahn-vergebungsbitte wider den vampyr

Von Norman Liebold geschrieben am: 11.10.2006 unter Nähkästchen

ludovikas grad, schulpforta

[grossrudestedt] der erkenntnistheoretische wert der straßenbahn (ich berichtete) induzierte ganz erstaunlicherweise in zusammenarbeit mit einem weiteren beweis der natürlichen dummheit des menschen (ich werde heute noch berichten) eine weitere interessante bewußtseinserweiterung, in deren folge ich den vampyr ganz gerne mal so ganz nebenbei mit kratzfuß, halbverlegen grinsend auf die eigene blödheit aufmerksam zu machen nicht unterlassen möchte. zwar konnten seit ende 2004 diverse vorurteile gegen vampyre abgebaut und auch definitiv festgestellt werden, daß ludovika schon einige zeit tot ist (siehe photo links, was aber eine eigene geschichte ist), aber es war doch trotz diverser weisheits-(zahn?)-wachstums-schüben immer noch nicht recht klar, woher sie denn nun eigentlich gekommen war.
das klingeln der straßenbahn hat, denke ich, dieses rätsel einigermaßen für mich gelöst… ganz erstaunlich, daß mir noch nicht aufgefallen war, daß die vorwürfe gegen die in diesem kontext erwähnte nichtöffentlichverkehrstaugliche frau, was ihren verstorbenen mann angeht, ganz explizit das beherrschen und manipulieren zum gegenstand hatten… mal ganz von diversen kaum zu wiederholenden mutmaßungen über die jetzige inkarnation der in der vampyriade so dramatisch gestorbenen blutsaugerin zu schweigen, die allesamt mit kleinen fingern und gewickel zusammen hängen.
aber eine interessante sache, plötzlich die wurzel des übels erkannt zu haben, trotzdem die wahrheit den zahn eigentlich schon vor längerem gezogen hat, bzw. sie an ganz anderer stelle als erwartet zu finden…

also, kratzfuß nochmal. es ist schlicht nicht fair, daß andere liebe menschen sich an den scharfen kante der knackse unserer psyche schneiden müssen, die uns wiederum andere eingeredet haben… – und im grunde recht tröstlich, daß erkenntnisse (straßenbahninduziert oder nicht) tatsächlich fähig sind, eine chance zum ändern zu geben.



[Norman Liebold, 11.10.2006
Nähkästchen
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eingeständnis an jenser

Von Norman Liebold geschrieben am: 11.10.2006 unter Nähkästchen

freyburg/unstrut - blick bei der fahrt nach grossrudestedt
[grossrudestedt] tja, lieber jens, du hast mich wohl irgendwie infiziert. du und dein teeismus! es ist keine bambusschaft-kelle, kein holzkohlefeuer. aber mein verdammter und dir vom eifeltrip im august wohlbekannter trangia, meine grüne lieblingstasse und der ebenso grüne tee, den ich in einem niedlichen laden zu leipzig entdeckte, schweineteuer, aber auch saugut. jetzt siehst du mich seit zweieinhalb wochen allerorten (wohl auch ein erbe unser maar-wanderung) irgendwo sitzen, meinen trangia anschmeißen und mir meinen tee ritualhaft zubereiten. tststs. ich frage mich wirklich, was herauskommt, wenn die unter der dünnen und immer dünner werdenden [eis]schicht brodelnden und grummelnden geschichten die schale durchgeknabbert haben. zuweilen ist das gefühl, daß sich die ersten risse zeigen. die apfel-bananen-realitätsverschiebungsgeschichte hat, ähnlich wie die harzIV-studenten-story den stärksten schnabel. wobei… wer weiß, was der geokomiker ende der woche lostritt… da schlummert ja auch noch was.



[Norman Liebold, 11.10.2006
Nähkästchen
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kreise, kreise, kreise | wurzelkriecherei kindheit

Von Norman Liebold geschrieben am: 11.10.2006 unter Nähkästchen

grossrudestedt
[Großrudestedt bei Sömmerda/Thür.] Ganz offensichtlich sind die spaltenzüngelnden Kreiseschließereien noch nicht beendet. Es hat mich erneut an einen Ort verschlagen, den ich zuletzt als Kind gesehen habe – wobei er allerdings als Kind für mich ein Teil meines Lebens gewesen ist. Neben vielfältigen Kindheitserinnerungen und natürlich der durchaus interessanten Konfrontation mit dem Selbst des Vorvorgestern, spielt hierhinein allerdings noch ein ganz anderer Aspekt – das dicke Blut. Wobei sowohl gestriges Îwein-Zitat wie auch die erkenntnistheoretische Bedeutung von schienengebundenen öffentlichen Nahverkehrsmittels sich ja nicht minder um verklumptes Hämoglobin drehte. Für den, der sich so ungemein wurzellos empfindet bzw. bis vor knapp zwei Monaten empfand, eine kuriose Angelegenheit, in einem Riesenhaufe Blutsverwandte allerlei erhellende oder verdunkelnde Geschichtelchen, Anekdötchen und tratschende Mutmaßungen zu hören einschließlich diversester Äußerungen in dem Sinne, von wem man die Augen, von wem den Mund und von wem man dieses oder jenes denn hätte. Frankensteins Monster der Vererbungslehre oder etwas ist dieser Art…
Daneben natürlich allerlei interessante Puzzlestücke, die, ganz kurios, einige Lücken zu schließen scheinen bezüglich dessen, was ich mal Realitätskonstruktion nennen möchte. Geradezu seltsam ist es in jedem Falle, wenn irgendwie jeder einen kennt bzw. ganz genau zu wissen scheint, wer du bist, wessen Sohn, wessen Großneffe und wessen Weißdergeierwas, während man selbst sich freut, wenn irgendeine äußerst vage Fetzenerinnerung aus der Kindheit durch das Hirn wabert und leise ahnen läßt: Moment, hier warst Du schon mal, ah, richtig, jetzt, wo Dus sagst, ja, da war was, Moment, oh! Ich erinnere mich! (und dann fängts an! richtig, den Knaben habe ich mit einem Scheiß Flaschenzug die Hauswand hochgehieft, da war was gewesen, und er hatte eine fette Platzwunde am Kopf, und meine Handflächen waren völlig verbrannt von dem Seil…) Jeder weiß mehr als man selbst, und nachdem das Photoalbum auf dem Tisch gelegen hat und man fasziniert auf die jungen Gesichter seiner Eltern schaute, macht es Platz für die … Familiengeschichten … besonders die kuriosen. Die nie richtig Ausgesprochenen. Die ziemlich Krassen. Und irgendwie wirkt alles ein weniges anders als zuvor.
Ich vermute einmal stark, das das alles hier einen verborgenen Sinn hat. Da drehen sich irgendwelche Räder im Verborgenen (möglicherweise mit Zähnen), man hört sie knirschen, man sieht mal ein Stück, wie es sich dreht, man fühlt, wie sich sehr, sehr große Dinge in einem verschieben, aber was eigentlich geschieht, wie und vor allem warum, ist nicht eruierbar… es ist eigenartig, wenn so viele erhellende Momente auf einmal kommen, man sich an zum Teil ziemlich unwahrscheinlichen Orten wiederfindet, die recht weit auseinanderliegen, alle möglichen und unmöglichen Dinge irgendwie einen Ab- oder wenigstens einen Anschluß finden, und das alles in einer überaus kurzen Zeitspanne. Und vor allem eines so völlig unpassenden Zeitspanne, wo ich eigentlich noch nicht einmal Zeit habe, darüber richtig nachzudenken, weil von mir eigentlich kaum die Nase aus den Büchern herausschauen dürfte… omnamashivaja, wie Gerd sagen würde.



[Norman Liebold, 11.10.2006
Nähkästchen
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spinnerei | herbstgefühl | brumbrum

Von Norman Liebold geschrieben am: 09.10.2006 unter Nähkästchen

herbst

der leipzig-aufenthalt ist morgen wieder einmal vorbei. buchen wir es unter “erfahrung” ab. brumbrum, auf achse, âventiure… der herbst hat begonnen, und spinner gibt es – wie man oben sieht – überall, und einige sind wirklich nett und machen hübsche sachen. was dem einen nasse füße, sind dem anderen diamanten im morgennebel. letztlich ist der herbst meine lieblingsjahreszeit (dichtauf gefolgt vom frühjahr), und dieser verspricht überaus golden, vielleicht gar goldig zu werden. ich möchte noch etwas von ihm sehen, soweit es die bücher zulassen werden… und mich nicht über löwenzähne ärgern bzw. pusteblumen (taraxacum officinale). alles hat seine ecken und kanten, selbst flüsse, die dieselben sind, wenn man zum zweiten, dritten oder xten male hineinfällt…
wer weiß, vielleicht find’ ich ja einen brunnen. keinen wie den der nebeläugichten, sondern mehr so einen wie îweins. wobei mir auch hier lunete mehr zusagt als laudine, respektive brangäne mehr denn isolde die holde. tjaja…

eine hübsche pusteblume als abschluß der pusteblumen-geschichten



[Norman Liebold, 09.10.2006
Nähkästchen
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