ich war heute in der buchhandlung “seidel&millinger” zu oberpleis, um mir ein bestelltes buch abzuholen. der herr ist ein ganz lieber solcher und durchaus auch idealist mal gewesen. 2003 hielt ich bei ihm sogar einige lesungen.
ein schönes detail ist, daß, als ich ihn nach immerhin einigen jahren wiedersah, mein erster, höchst verdutzter ausspruch war: ‘mein gott, siehst du gesund aus, hast du mit rauchen aufgehört?’
es ist mir wirklich nur ‘rausgerutscht. aber in der tat, es stimmte — was mich gemahnt an den spontan herausgeworfenden ausspruch jensers, als wir uns nach immerhin einem jahr nicht-virtuell wiedersahen: ‘scheiße, siehst du gesund aus!’ *g*
ich hatte per telephon walter moers “rumo & die wunder im dunkeln” bestellt, und als ich das buch durchblätterte, sah ich die skeptische miene des buchladenbesitzers, der jetzt gar keine lesungen mehr macht aus materiellen gründen… (diskussion ausgespart)
ich möchte gar nichts zur verteidigung von herrn moers sagen, die braucht er nicht. dazu ist der der herr moers schlicht zu geil. mSternchen verführte mich zu den “13 1/2 leben des käptn blaubär”, ich selbst saugte mir die “stadt der träumenden bücher” als süchtiger ein, und schenkte sie jüngstens der liebsten freundin überhaupt, um den virus zu übertragen.
aber kurzum: ich habe an der uni gelernt, die besten werden stets übersehen. und, um mich zu outen, meine lieblingsautoren heißen nicht goethe, schiller, joyce. sie heißen eher michael ende… (momo, seufz). ich finde harry potter wunderbar, und walter moers ebenfalls… 
also, wer alle liebolds gelesen hat, wende sich zuerst an michale ende, dann an walter moers und dann an ronja räubertochter. *harharhar*
die harten mögen sich an hartmann halten oder an wolfram.
derer von eschenbach.
da hilft auch nichtrauchertum nicht; den graal braucher wir alle.
KOMMENTARE
Ludovika (2.11.06 10:30)
Jaaaa, mich hat’s nun auch erwischt. Nicht daß mich ein Virus aus der Sauwetterzone infizieren könnte, schließlich leb ich nicht beinamputierten Schneckenhäusern, sondern in einem Haus aus Stein, zwar mit Katakombennähe, sodaß sich zumindest um den Fuß gebundene Lumpen empfehlen, aber immerhin droht’s mein Haus nicht zu zerreißen, wenn der Herbststurm seinen mehr als reichlichen Schabernack treibt.
Dem Herbststurm sei Dank, denn er hat mich wieder ein wenig von der Arbeitswut befreit und mich für das Virus Moers anfällig gemacht.
Heilung verspricht da nur Tee und heißer Apfelmost zusammen mit einem zeitigen Ins-Bett-verkriechen, Sturm Tosen hören und Mini-Lämpchen zur Beleuchtung der eng bedruckten Seiten – bis einem das Buch aus der Hand gleitet und frau seelig von träumenden Büchern weiterträumt…
Danke!!!norman (2.11.06 19:59)
genau. jetzt. blöderweise ist rumo alle. für mich blöderweise, bin ganz traurig. wahrscheinlich für dich ein grund dich zu freuen. ich näh’ ihm morgen zwei fledermausflügel an, schmiere ihn mit wohnschnecken-schleim ein, elektrisiere ihn, indem ich seine eselsohren in die steckdose halte (worauf er zu flattern beginnt) und schmeiß ihn in hohen bogen über den harz.
und eins steht doch mal fest: meine beinamputierte wohnschnecke zerreißt es nicht so schnell. sie ist – wie ich – baujahr 76 und hat entsprechend schon einige stürme überlebt! du unterschätzt sie, auch wenn sie behindert ist!
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[Norman Liebold,
30.10.2006 |
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Norman Liebold sagt am
19. Januar 2008
Diese Szene wurde verwurstet für: Liebold, Norman: Dichterbrand. Leipzig 2008. Und zwar für den humanistischen Zitatekrieg zwischen Priester Manfred und Quirin Hundtemann in der namentlichen Buchhandlung Seidel&Millinger zu Oberpleis. |
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