Von Norman Liebold geschrieben am: 30.09.2006 unter Nähkästchen
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[Norman Liebold,
30.09.2006 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 29.09.2006 unter Nähkästchen
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Wer im Besitz der “Spaltenzungen ist bzw. in den Genuß ihrer Lektüre kam und den nicht unberechtigten Schluß wagte, daß dieses Ausfluß durchaus auto(r)biographische Aspekte enthält, und meiner Versicherung Glauben schenkt, daß dies erst der Anfang war, wird vielleicht verstehen, daß es ein ziemlich seltsames Gefühl ist, wenn Frau Zeit es für angebracht hält, binnen sehr überschaubarer Zeit mal eben sämtliche offenen Kreise der letzten 18 Jahre auf einmal zu schließen. postscriptum: der swami ist ein paar jährchen älter, aber immerhin war er damals verheiratet und lebte im rheinland, während er nach einem intermezze zu berlin jetzt als ma-jünger im ashram zu ulm die welt neu tapeziert. aber, wie er versichert, gibt es hier stout und guiness im faß — was soviel heißt, als daß ich vor der dicken 3 auf jeden fall noch mal hinfahren werde — jedenfalls liegt es nicht nur an der 3, soviel ist sicher. |
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[Norman Liebold,
29.09.2006 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 29.09.2006 unter Nähkästchen
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Es gibt Dinge, die werden so lange nicht getan, daß sie immer heftiger an einem zu nagen beginnen, nagend alle Arten von Idealen, Wunschvorstellungen und Träumen in sich hineinfressen und schließlich eine kritische Masse erlangen, jenseits derer sie magisch werden. Ich war drei Tage da. Ich habe verknotet auf der Rückbank meines Wagens gepennt. Ich habe meine Lieblingsschuhe auf scharfen Flintsteinen in Stücke gerissen, ich habe mit Dutzende Beulen und Schründe geholt, als ich den Wahnsinn beging, wegen einer (ziemlich geilen) Mondlicht-Aufnahme blind über die versteinerten Babyköpfe der Stubbenkammer fünf Kilometer zurückzustolpern. Ich habe mir den Stinkefinger durch drei Hautschichten durchgebrannt, als ich während des Besäufnisses mit einem Berliner VW-Bus-Goya-Weltenbummlers so blöde war, ein glühendes Scheit unseres Strandfeuers zu nehmen, richtig ins Feuer zu legen und erst dann zu realisieren, daß man glühende Holzscheite nicht einfach so anfaßt. Ich hatte eine wirklich, wirklich üble Miezekatze im Kopf, wurde unterhalb von Kap Arkona, sechs Kilometer vom Auto entfernt, samt dieser immer heftiger anschwellenden Miezekatze naß wie ein begossener Pudel. Die Miezekatze war inzwischen eine Art mutierter Königstiger geworden, der KingKongs und Godzillas als Nachtisch nimmt, und ich fühlte mich wie die Fische, die mit dem Bauch nach oben an der Saßnitzer Mole rumschwammen, nachdem sie da die Fliegerbombe gesprengt haben. Eine Kopfschmerztablette zu bekommen wurde zu einer Odyssee, aber ich habe sie letztlich bekommen, und in wunderbarer Synchronie riß der Himmel nach dem Einwerfen auf und die Sonne begann wieder zu scheinen. Die Liebhaber des “Minnesänger-Komplexes” und besonders des Perlenfischers freuen sich vielleicht zu hören: Der Stein ist noch da, wo sich die Perle verwandelt hat und verwandeln wird. Das ist natürlich nur ein Versuch dieses “Blogs” – hier kommt nämlich der Link zur neu eingestellten Photogalerie mit einer Auswahl der Bilder, die entstanden sind (einschließlich der Mondaufnahme der geprellten Knochen): Photogalerie Jasmund.
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[Norman Liebold,
29.09.2006 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 28.09.2006 unter PhiloBlog
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[Norman Liebold,
28.09.2006 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 28.09.2006 unter Nähkästchen
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[eudenbach, nachtrag] nachdem mich ich einige zeit lang ausgiebigst darin befleißigte, gift und galle zu speien, möchte ich doch auch einmal etwas schönes erzählen. ich muß ganz ehrlich gestehen, das geht runter wie lauwarmes rizinusöl, wenn beim schlucken der kehlkopf sanft gestreichelt wird. um so mehr, als daß aktuell wegen der letzten universitären schwimmzüge alles mehr oder minder auf eis liegt und auf sparflamme köchelt und insbesondere die bretter, die die welt bedeuten, kaum durch mein auf- und niederhüpfen in schwingung gebracht werden. was ich überaus vermisse. (ich hatte mSternchen nie geglaubt, daß es ein jahr dauern würde, aber genau das tut es wohl… seit februar stecke ich schon mehr oder minder in clausuram, und mit ein wenig glück (oder mitleid) ist es treffenderweise am valentinstag vorbei. dann tun solche erlebnisse wohl, ebenso wie ein “Damit Du es weißt: Deine Geschichten geben einer der rastlosesten Personen der Welt Ruhe” oder einem kommentar von lichtmeister vom wildwuchs, daß er immer noch gerne dran denkt und es “großartig” fand. |
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[Norman Liebold,
28.09.2006 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 27.09.2006 unter PhiloBlog
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es gibt diese verdammten momente, wo man sich immer mal wieder am kleinen finger hat nuckeln lassen. und bei der nächsten gelegenheit feststellt, daß man deinen arm geschultert hat und dich quer durch irgendwelche wüsten, sümpfe und gebirge schleift (das ist die angenehme version, die unangenehme ist die, daß man auf eine schulter ohne arm schaut). und der schleifer auch noch denkt, er hätte dich teuer gekauft. und man selber noch denkt: du kannst ihn doch jetzt nicht hängen lassen… wot?!ich habe jedenfalls keinen bock mehr. gar nicht mehr. ende gelände. ich laß mich nicht für einen fetzen von einem traum von gestern der länge nach verarschen. schon gar nicht, wenn der verarscher auch noch so dreist ist zu glauben, daß man das verarschende des verarschens nicht sieht. (oder so blöde? oder so arrogant?) man steht daneben, läßt sich ganz bewußt verarschen, weil man mal eine traum träumte und ihn nicht loslassen will - auch wenn er längst gefressen, verdaut und wieder ausgeschissen ist. grrrrr! vielleicht ist das das schlimmste an allem. merke: so schön ein feuer im eigenen ofen auch ist. so geil ein haus auf der klippe, so sehr da ein alter traum mitvibriert – es ist niemals ein grund, sich verarschen zu lassen. es gibt niemals einen grund sich verarschen zu lassen außer der, daß mans nicht merkt. sich bewußt verarschen lassen ist entweder dummheit, naivität, masochismus oder schlicht feigheit. kotz der welt ins gesicht, was du willst. entweder sie schluckt es, oder sie schluckt dich, alles andere ist kein leben. |
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[Norman Liebold,
27.09.2006 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 27.09.2006 unter Nähkästchen
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Man nehme und gehe dabei nach dem Prinzip “um so mehr, desto besser” vor: einen berühmten Namen, diverseste Versatzstücke aus allen möglichen und unmöglichen Bereichen, Filmen und Märchen (am besten mit irgendeinem Wiedererkennungswert), versetze das mit einem gut gerüttelt Maß an lauem Slapstik-Humor und köchel das auf mittlerer Flamme mit zwei Tonnen Hochglanzlack. |
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[Norman Liebold,
27.09.2006 |
Von Norman Liebold geschrieben am: 26.09.2006 unter Nähkästchen
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Ich weiß nicht, wann es war. Es spielt auch keine Rolle. Letzthin zählt nur das Muster, und das ist sowohl alt wie auch dafür verantwortlich, daß ich mir nicht nur irgendwann 1997 als Computer-Verächter einen Rechner kaufte, irgendwann begann, HTML zu schreiben und Buchsatz am Rechner zu machen, sondern auch dafür, daß hier ein WebLog entsteht. Irgendwann also begann er mir von dem Phänomen WebLog zu erzählen und wie praktisch dies für mich wäre, wo ich doch ständig in der Weltgeschichte herumwusele, meine Leute kaum je wissen, wo ich grad bin, was mir so widerfuhr (sofern ich es erzählen würde) und auf diese Weise alle glücklich wären… zugegebenermaßen waren es auch zwei andere seiner wie üblich schrecklich eloquenten Argumente: zum einen, daß ich das WebLog mit den Neuigkeiten auf der Autorenseite kreuzen könnte, um ein erhebliche Arbeitserleichterung zu züchten. Jenser erklärte mir auch, daß es “zum guten Ton” gehöre, regelmäßig zu “bloggen”. Es wird sich zeigen, wie sich das hier entwickelt. |
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[Norman Liebold,
26.09.2006 |